Die Wärmedämmung

Die Dämmung dient hauptsächlich zur Reduzierung der Energiekosten. Von den häuslichen Endenergieverbrauchern entfallen fast 80% auf die Raumheizung. Bei den meisten Häusern ist das Dach die Schwächste Stelle im Wärmeschutz.

mehr Wärmedämmung=weniger Energieverbrauch und weniger Umweltbelastung

Beispiel:
Der sogenannte k-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient) gibt den Wärmeverlust Ihres Hauses pro Quadratmeter an. Wenn Sie diesen Wert mit 10 multiplizieren, erhalten Sie den Öl- / Gasverbrauch in Litern bzw. Kubikmetern

So hat ein ungedämmtes Haus einen k-Wert von 5,6 (x 10 = 56 Liter). Dasselbe Haus optimal gedämmt hat einen k-Wert von 0,61 (x 10 = 6,2 Liter). Multipliziert man nun die Literangabe mit den aktuellen Ölpreisen, wird der Unterschied schnell deutlich.

Es gibt einen zusätzlichen Indikator: den U-Wert Dieser Wert gibt den Verlust der Wärmemenge an, der durch ein Bauteil verloren geht. Also: je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung und um so geringer die Heizkosten.

Wir unterscheiden 3 Arten der Dämmung eines Daches:

Dämmung unter dem Sparren (Dachbalken)

Dämmung unter dem Sparren (Dachbalken)

Wie der Name schon sagt, wird die Dämmung unter dem Dachbalken angebracht.

Vorteil:

  • verminderte Wärmebrückenbildung
  • Hinterlüftung bei geringer Sparrenhöhe

Nachteil:

  • Verlust von Wohnraum

Dämmung zwischen den Sparren (Dachbalken)

Die Dämmung liegt hier zwischen den Dachbalken. Das Material wird entweder dazwischen geklemmt (sog. Klemmfilz) oder mit ausklappbaren Randstreifen direkt auf dem Sparren montiert.

Vorteil:

  • kein Verlust von Wohnraum
  • Montage in einem einzigen Arbeitsgang
    (auch nachträglich)

Nachteil:

  • Bildung vieler Wärmebrücken
Dämmung zwischen den Sparren (Dachbalken)

Dämmung auf den Sparren (Dachbalken)

Dämmung auf den Sparren (Dachbalken)

Die Dämmung wird hier auf den Dachbalken montiert. Die Schwierigkeit bei dieser Dämmart besteht darin, eine funktionstüchtige Dampfsperre am unteren Dachabschluss zur Außenwand zu schaffen.

Vorteil:

  • keine Wärmebrücken
  • Dachkonstruktion bleibt sichtbar
  • einfache, schnelle und kostengünstige Montage

Nachteil:

  • nur bei Ersteindeckung oder kompletten Umbau eines bestehenden Daches moglich

Selbst wenn der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt wird, ist es notwendig die Geschoßdecke zu isolieren. Das unbeheizte Dachgeschoss wirkt somit als Ganzes als wärmedämmendes Luftpolster. Würde man nur die Dachschrägen isolieren, würde das Dachgeschoss mit geheizt werden, was einen unnötigen Energieverbrauch darstellt.

Dämmung

Bei der Auswahl der Dämmung sollte nicht ausschließlich die Senkung der Energiekosten im Vordergrund stehen, sondern auch die Beachtung ökologischer und gesundheitlicher Aspekte. Gerade bei ökologischen Dämmstoffen kann durch den vermehrten Einsatz von Kunstdünger und Spritzmitteln der gesundheitliche Aspekt eine bedeutende Rolle einnehmen.

ökologische Aspekte:

  • Rohstoffgewinnung
  • Transport
  • Herstellung des Dämmstoffes
  • Entsorgung

gesundheitliche Aspekte

  • Allergien (durch z.B. Freisetzung von Fasern)
  • erhöhtes Krebsrisiko
  • bestehen sonstige gesungheitliche Beeinträchtigungen (z.B. Asthma)

ökologische Dämmstoffe:

  • Zellulose
  • Kork
  • Blähperlit
  • Schafwolle
  • Baumwolle
  • Flachs
  • Holzweichfaserplatten
  • Kokosfasern
  • ...

konventionelle Dämstoffe

  • Mineralfasern
  • Polyurthan-Hartschaum
  • Polystyrol-Hartschaum